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Betriebsgebäude nach dem Umbau 2012

Vogelschau von Südwesten

Vogelschau von Südosten

Vogelschau von Nordosten

Vogelschau von Nordwesten

Investition in die Zukunft

 
Der starke Schweizerfranken hat gravierende Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit exportierender Schweizer Unter- nehmen. Orgelbau Kuhn bekennt sich in dieser Situation zu einer Vorwärts-Strategie. „Wenn wir weiterhin in der obersten Liga des Orgelbaus mitspielen wollen, gibt es nur eine Möglichkeit: die gleiche oder eine noch bessere Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen herzustellen.“ sagt Dieter Utz, Geschäftsführer der Orgelbau Kuhn AG.

Wir setzen weiterhin auf die umfassende Fertigung unserer Instrumente am Standort Männedorf, an dem nun seit bald 150 Jahren Kuhn-Orgeln entstehen. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, investiert Orgelbau Kuhn einerseits in verschiedene Ausbildungsprojekte für die Mitarbeitenden, andererseits in die betriebliche Infrastruktur. Von langer Hand wurde ein Umbau- vorhaben geplant und optimiert. Die einstimmige Inkraftsetzung eines privaten Gestaltungsplans zeigte, dass das in Männedorf liebevoll „Orgeli“ genannte Traditionsunternehmen auf viel Wohlwollen bei Bevölkerung und Nachbarschaft zählen darf.

Mit Unterzeichnung des Werkvertrags erfolgte vor Weihnachten 2011 der Startschuss zur Realisierung des Umbauvorhabens. Dieses umfasst den Rückbau eines „Provisoriums“ aus dem Jahre 1955 (!) und gewisser Annexbauten. An deren Stelle entsteht ein neuer, eingeschossiger Werkstattbau in ökologischer Holzkonstruktion. Die bisherigen Gebäude von 1955 und 1972 werden durch einen Zwischenbau verbunden, der sämtliche Geschosse mit einem Lift erschliesst. Die Werkstattarbeit kann künftig auf einem einzigen Niveau stattfinden. Einzig Zinnpfeifenwerkstatt, Pfeifenlager und Intonation verbleiben im Obergeschoss. Die Lagerräume für die fertigen Orgelteile werden unmittelbar um den Montagesaal herum angeordnet sein. Die internen Arbeitswege werden dadurch erheblich kürzer und sind wetterunabhängig verfügbar.

Neben baulichen Massnahmen werden verschiedene technische Einrichtungen erneuert. Beispielsweise wird mit den Holz- abschnitten und dem Holzstaub aus der Produktion die gesamte Liegenschaft beheizt werden. Das erfordert eine ökologisch optimierte, mit allen Schallschutz- und Sicherheitsmassnahmen ausgestattete Absauganlage und eine neue, vollautomatische Holzheizung mit allen erforderlichen Zusatzeinrichtungen. Das Heizen mit Oel wird bei uns der Vergangenheit angehören. Die Steuerung der Luftfeuchtigkeit in den Werkstätten wird die Bedingungen für Mensch und Holz in der kalten Jahreszeit zusätzlich optimieren.

Damit wir auch während der Umbauphase die uns zur Verfügung stehende Zeit maximal für unsere Kunden einsetzen können, haben wir einen Generalunternehmer mit der Ausführung beauftragt. Dieser verfügt über viel Erfahrung im Umbau von laufenden Betrieben. Trotz der Grösse des Projekts beträgt die Umbauzeit lediglich neun Monate (April bis Dezember 2012), in denen der Betrieb dank entsprechenden Zwischenlösungen ohne Unterbruch funktioniert. Für Räumarbeiten, Umzug und Wiedereinrichtung stellen die Mitarbeitenden von Orgelbau Kuhn zusätzliche Stunden zu Sonderbedingungen bereit. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag an die Optimierung unseres Betriebs und damit an die Sicherheit der Arbeitsplätze.

Zusammen mit der im Jahr 2010 erfolgten Renovation des aus der Gründerzeit stammenden Bürohauses, die wesentliche Verbesserungen für Technisches Büro und Administration brachte, wird Kuhn in Europa wohl über eine der modernsten Infrastrukturen für die Herstellung und Restaurierung von Orgeln auf höchstem Qualitätsniveau verfügen.
 
 
 
 © Orgelbau Kuhn AG   Aktualisierung 11.05.2012    info©orgelbau.ch