Orgelbau Kuhn
 
 
 

Carl Theodor Kuhn (1865-1925)
 
Nekrolog auf Carl Theodor Kuhn  (pdf, 2544 kB)

Blühende Entwicklung

 
Nach dem Tode Nepomuks übernahm sein einziger Sohn, Carl Theodor, im Jahre 1888 die Leitung der Firma. Er hatte seine musikalische Ausbildung an der Musikschule Zürich absolviert und das orgelbauliche Handwerk in den elterlichen Werkstätten erlernt. Zur Weiterbildung begab er sich auf die Wanderschaft, auf der er Deutschland, Frankreich und Nordamerika bereiste. Schon früh also hatte das internationale Element bei Kuhn einen hohen Stellenwert. Theodor war vor allem vom Schaffen Cavaillé-Colls sehr angetan, was später zur Eröffnung von Filialen in Frankreich führte: Bellegarde und Nancy, dann Lyon. Dank der Verbindung von handwerklichem Können und kaufmännischem Weitblick erlebte das Haus Kuhn eine blühende Entwicklung.
 

Theodor Kuhns «Orgelfabrik»

 
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert lebte der Orgelbau in einem wahren Fortschrittstaumel. Die Industrialisierung hatte triumphierend Einzug gehalten. Rauchende Fabrikschlote waren Statussymbole, auf die man stolz war und die sogar Briefköpfe zierten. Theodor Kuhn trieb vor allem den technischen Wandel zur Pneumatik voran, wozu er – wie seinerzeit üblich – eigene Patente entwickelte.
 
 
   
 © Orgelbau Kuhn AG   Aktualisierung 29.01.2018    info©orgelbau.ch