Orgelbau Kuhn
 
 
 

Orgelbau Th. Kuhn AG, 1995

Restaurierung

Orgel erbaut von:
E.F. Walcker, 1844

Windladen: Kegelladen
Traktur: mechanisch
Registratur: mechanisch

Einweihung: 24.09.1995

Experte: Wolfram Rehfeldt / Ferdinand Moosmann + Rudolf Schäfer
Intonation: Rudolf Aebischer



Diskografie:
August Gottfried Ritter - Die 4 Orgelsonaten
Josef Gabriel Rheinberger - Sämtliche Orgelwerke auf 12 CDs
Josef Gabriel Rheinberger - Sämtliche Orgelwerke Vol. 1
Josef Gabriel Rheinberger - Sämtliche Orgelwerke Vol. 2
Ludger Lohmann spielt Mendelssohn an der historischen Walcker-Orgel in St. Maria zu Schramberg (DVD und CD)
Werke über das Thema B-A-C-H aus der Zeit der Romantik


Bibliografie:
150 Jahre Walcker Orgel in Schramberg - Die Baugeschichte der Orgel


Links, Downloads:
«Kuhn Balgsteuerung» (Erläuterung)


Querverweise:
Weitere Walcker-Orgel

© Bilder Orgelbau Kuhn AG, Männedorf



Portrait-Nummer 801020
www.orgelbau.ch/op=801020

Schramberg III/P/36
Deutschland, Baden-Württemberg
Kath. Pfarrkirche St. Maria

Die Pfarrkirche St. Maria zu Schramberg im Schwarzwald beherbergt gewissermassen eine "Inkunabel" des Kegelladen-Orgelbaus. Es handelt sich um das opus 46 von Eberhard Friedrich Walcker, entstanden 1840/44, eine der ersten noch erhaltenen Kegelladenorgeln dieser Werkstatt. Die Kegel sind noch nicht, wie später üblich, mit Stiften und Scheren geführt, sondern lediglich durch Lederbänder gesichert. Die beiden untern Manualwerke besitzen mechanische Kegelladen, das Pedal dagegen wurde noch mit mechanischen Schleifladen ausgerüstet. Das dritte Manual bedient nur die im freistehenden Spieltisch schwellbar eingerichtete Physharmonica 8‘, welche zunächst im II. Manual disponiert war.

In den Jahren1899/1900 wurde das Werk von der Erbauerfirma umgebaut. Die mechanische Traktur wurde durch eine pneumatische ersetzt, was natürlich auch einen neuen Spieltisch bedeutete. Die Dreimanualigkeit wurde dabei aufgegeben, die Physharmonica ersatzlos gestrichen. 1948/49 schliesslich wurde die Disposition durch Johannes Goebel aus Rexingen barockisiert, bei zwölf Registern zum Glück lediglich durch Abschneiden der Pfeifen.

Die Restaurierung von 1994/95 stellte vollumfänglich den Zustand von 1844 wieder her. Die zahlreichen Spuren im Werk sowie wertvolle Angaben und Pläne aus dem Archiv der Firma Walcker erlaubten die Rekonstruktion der nicht mehr originalen Teile mit grosser Sicherheit. Eine Barkermaschine für das I. und II. Manual nach dem Vorbild der Votivkirche in Wien (Walcker 1878) ermöglichte das Erreichen eines akzeptablen Tastendruckes.
 
 
   
 © Orgelbau Kuhn AG   Aktualisierung 29.01.2018    info©orgelbau.ch