Orgelbau Kuhn
 
 
 

Kuhn Organ Builders Ltd, 2019

Project in progress

Windchests: slider chests
Key action: electrical
Stop action: electrical


Expert: Georg Koch
Case design: Claude Lardon


© pictures Orgelbau Kuhn AG, Männedorf/Schweiz



portrait number 114690
www.orgelbau.ch/ope=114690

Freiburg i. Br. II/P/23
Germany, Baden-Wurttemberg
Münster, Chororgel

English translation follows:

Der Neubau der neuen Chororgel und des Auxiliarwerks für das Freiburger Münster ist eine äusserst spannende, ehrenvolle Aufgabe. Der beeindruckend grosse Kirchenraum ist mit einer einzigartigen, aus vier eigenständigen Instrumenten bestehenden Orgelanlage ausgestattet. Diese können sowohl einzeln, als auch gemeinsam von einem Hauptspieltisch aus gespielt werden.

Chororgel

Die bestehende Chororgel wurde 1964/65 erbaut und stand ursprünglich im ersten Joch des Chorraumes auf der Nordseite. Im Zuge der Umgestaltung des Chorraumes 1990/91 wurde das Instrument stark verändert und in einem neuen Gehäuse auf der Empore im ersten Joch des Chorraumes auf der Südseite aufgestellt. Angesichts der hohen Kosten für eine anstehende Revision wurde von der Bauherrschaft der Neubau der Orgel beschlossen.

Die neue Chororgel wird am bisherigen Standort aufgestellt und erhält einen Doppelprospekt, ganz ähnlich wie die Chororgel von E.F. Walcker, die von 1881-1964 hier stand. Der Hauptprospekt ist gegen den Chorraum ausgerichtet, der Seitenprospekt gegen den Chorumgang. Das Instrument erhält keinen eigenen Spieltisch, sondern wird vom Hauptspieltisch aus angesteuert.

Das Klangkonzept orientiert sich an der Aufgabe dieser Orgel im Gottesdienst. Im Vordergrund steht die Begleitung von Chören, Schola und Kantoren. Gleichzeitig soll die neue Chororgel aber auch als eigenständiges Instrument wahrgenommen werden, welches die Münsterorgelanlage klanglich ergänzt und bereichert.

Auxiliarwerk

Das Auxiliarwerk ist als additives Werk zur Marienorgel konzipiert. Diese von Rieger 1965 erbaute Orgel ist die Hauptorgel des Freiburger Münsters und steht für diese Aufgabe am optimalen Standort. Aufgrund der Disposition und der Mensurierung fehlt diesem Instrument aber aus heutiger Sicht vor allem in den tieferen und mittleren Lagen eine gewisse Fülle und Wärme des Klanges. Mit dem neuen Auxiliarwerk soll dieser Bereich der Marienorgel gestärkt und gleichzeitig auch mit charakteristischen Zungenregistern, die bisher nicht vorhanden sind, sinnvoll ergänzt werden.

Das Auxiliarwerk wird im alten Archivraum im südlichen Hahnenturm aufgestellt, auf der gegenüberliegenden Seite der Marienorgel. Der Klangaustritt in das Hauptschiff erfolgt durch die Fenster des Archivraumes.
 
 
   
 © Kuhn Organ Builders Ltd   Update 29.01.2018    info©orgelbau.ch