Orgelbau Kuhn
 
 
 

Orgelbau Th. Kuhn AG, 1995

Neue Orgel

Windladen: Schleifladen
Traktur: mechanisch
Registratur: elektrisch

Einweihung: 10.09.1995

Experte: Rudolf Bruhin
Architekt: Jaccottet SA
Gehäuseentwurf: Georg Weismann
Intonation: Paul Cartier, Kurt Baumann



Diskografie:
Anne CHOLLET à l'orgue de St-François, Lausanne Tableaux d'une Exposition, Chaconne & Totentanz
Anne CHOLLET à l'orgue de St-François, Lausanne Tableaux d'une Exposition, Chaconne & Totentanz
Chorals Franck & Brahms
Chorals Franck & Brahms
Franz Liszt, organ works Vol. 1
Franz Liszt, organ works Vol. 1
Great Organ Works, Roberto Marini at the Organ of the Saint François church in Lausanne, Switzerland (DVD)
Great Organ Works, Roberto Marini at the Organ of the Saint François church in Lausanne, Switzerland (DVD)
Messiaen, Livre du Saint Sacrement
Messiaen, Livre du Saint Sacrement
Oeuvres et Improvisation pour Orgue
Oeuvres et Improvisation pour Orgue
Orgues de St-François, Lausanne
Orgues de St-François, Lausanne


Bibliografie:
Les grandes orgues de Saint-François Lausanne


Links, Downloads:
«Kuhn-Hebel» (Erläuterung)


Querverweise:
Frühere Orgel



© Bilder Orgelbau Kuhn AG, Männedorf



Portrait-Nummer 113600
www.orgelbau.ch/op=113600

Lausanne V/P/75
Schweiz, Waadt
Eglise réf. St-François

Disposition (download)

Architektur der Orgelanlage

Die Orgel und ihre Empore sind seit ihrem Beginn im Jahre 1776 mehrfach verändert worden. Insbesondere wurden beim Neubau der Orgel durch E.F. Walcker (1866/1880) auf den beiden Seiten zusätzliche Gehäuseteile hinzugefügt. Dafür wurde das Rückpositiv stillgelegt und entleert. Infolge einer Emporenerweiterung kam die funktionslose, aber zum Glück nicht abgebrochene Rückpositivfassade mitten auf die Empore zu stehen.

Anlässlich der jüngsten Kirchenrestaurierung wurde im Einvernehmen mit der Denkmalpflege beschlossen, die Emporenbrüstung wenigstens im Mittelbereich wieder auf die ursprüngliche Flucht zurückzunehmen und das Rückpositiv wieder zu reaktivieren. Dagegen sollten die seitlichen Gehäuseerweiterungen im Sinne des "gewachsenen Zustandes" erhalten bleiben. Man schuf also bewusst einen Zustand, den es bis jetzt nie gegeben hatte.

Klangliches Konzept

Ähnlich wurde mit dem vorhandenen Pfeifenmaterial verfahren. Das brauchbare Pfeifenwerk aus allen vier Bauabschnitten der Orgel sollte nach Möglichkeit in einem neuen Gesamtkonzept wiederverwendet werden. Die originalen Prospektpfeifen von Hauptwerk und Rückpositiv waren selbstverständlich in ihrer angestammten Funktion zu belassen, im übrigen war man aber frei.

Gewünscht wurde eine universelle Orgel, welche sowohl der klassischen alten Orgelliteratur als auch dem romantisch-sinfonischen Schaffen vornehmlich französischer Prägung gerecht werden sollte. Das Rückpositiv mit seiner blossen 4’-Höhe musste naturgemäss auf die barocke Sphäre beschränkt bleiben. Das Hauptwerk wurde in zwei Teile aufgeteilt, in "Grand Orgue" (II) und in "Grand Choeur" (V). Das II. Manual füllt das ehemalige Hauptwerkgehäuse Scherrers voll aus, das V. Manual steht unmittelbar dahinter. Noch weiter zurückgestaffelt ist das grosse Schwellwerk (IV) untergebracht, während das Solo (III) links und rechts des Spieltisches im Unterbau des Hauptgehäuses Platz findet. Das Pedalwerk schliesslich steht seitlich hinter den Walcker-Prospektteilen. Trotz der vordergründigen Barockfassade handelt es sich also um eine grosse sinfonische Orgel.

Bemerkungen zur Technik

Alle Windladen sind neu und als mechanische Schleifladen gebaut. Alle direkten Trakturen zu den 5 Manualen und zum Pedal sind rein mechanisch angelegt. Für die 10 Manualkoppeln (8 Normalkoppeln und 2 Oktavkoppeln) war indessen eine geeignete Entlastungshilfe unverzichtbar, sonst wäre das gekoppelte Gesamtplenum kaum spielbar. Wir verwendeten dazu einen von uns weiterentwickelten und perfektionierten Barkertyp, welcher eine synchrone Bewegung von Taste und Windladenventil gewährleistet.
 
 
   
 © Orgelbau Kuhn AG   Aktualisierung 29.01.2018    info©orgelbau.ch