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Orgelbau Kuhn AG, 2013
Projekt in Arbeit
Windladen: Schleifladen Traktur: mechanisch Registratur: elektrisch
Einweihung: 2013
Experte: Prof. David Titterington Gehäuseentwurf: Claude Lardon Intonation: Gunter Böhme
Links, Downloads:
© Bilder Orgelbau Kuhn AG, Männedorf
Portrait-Nummer 114480
www.orgelbau.ch/op=114480
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| London |
III/P/42 |
| Grossbritannien,
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| Royal Academy of Music, Duke's Hall |
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«The Royal Academy of Music in London is internationally known and recognised as representing the highest values of music and musical society.» - Daniel Barenboim, February 2010
Im Auftrag ihrer Majestät der Königin
Die Royal Academy of Music (RAM) in London ist eine der renommiertesten Musikakademien weltweit. Jedes Jahr nimmt sie einige der grössten jungen Talente aus über 50 Ländern für das Studium auf. Seit ihrer Gründung im Jahr 1822 hat die RAM eine Vielzahl prominenter Musikerinnen und Musiker hervorgebracht. Darunter zum Beispiel die zeitgenössischen Stars Sir Elton John (Rockmusiker), Lesley Garret (Sopran-Opernstar) und Clifford Curzon (Pianist). Patronin der RAM ist die Queen. In der Funktion der Präsidentin steht die Herzogin Brigitte von Gloucester, Gattin von Prinz Richard, Herzog von Gloucester. Ihre Vorgängerin war Lady Di.
Neue Orgel für die Duke's Hall
Seit 2005 bemüht sich die RAM um eine neue Orgel für die Duke's Hall. Die Duke's Hall ist mit 450 Sitzplätzen Hauptkonzertsaal der Akademie. Mit seinem prächtigen Dekor mutet der Saal majestätisch an. Es versteht sich von selbst: Für das neue Instrument gelten höchste Ansprüche.
Das Evaluationsverfahren ist komplex und langwierig. Die Orgelbauer von Kuhn können ihr Angebot erstmals 2006 unterbreiten. Daneben sind weitere bekannte Orgelbaufirmen aus Grossbritannien und Kontinentaleuropa im Rennen.
Benefizkonzerte von Sir Elton John
Für die Finanzierung greift das Komitee auf eine urenglische Tradition zurück: Die neue Konzertsaalorgel soll über «Donations» (Spenden) finanziert werden. Als Spendenpatron gewinnt die RAM einen ihrer bekanntesten Alumni: Sir Elton John. Mit zwei überaus erfolgreichen Benefiz-Konzerten, eines davon in der Royal Albert Hall in London, ist bereits ein Grossteil der Finanzierung sichergestellt. Die Unterstützung von Publikum und weiteren Gönnern ist beeindruckend.
Einstimmige Wahl der Experten - grenzenlose Freude des Kuhn-Teams
Nun steht dem Beschluss für den definitiven Zuschlag nichts mehr im Weg: Das Expertengremium entscheidet sich einstimmig für eine Kuhn-Orgel. Die Freude des Neubau-Teams sowie der gesamten Belegschaft ist grenzenlos. Dass die aufgrund der Frankenstärke während der fünfjährigen Evaluationsphase gestiegenen Kosten kein Hindernis darstellten, ist ein weiterer Grund zu Freude und Stolz. Qualität und überzeugendes Konzept standen an erster Stelle. Jetzt gilt es für Kuhn, die sehr hohen Erwartungen zu erfüllen: «Living up to the expectations», wie es auf Englisch so schön heisst.
Mit ausschlaggebend für den Entscheid dürfte gewesen sein, dass die Kuhn-Orgel Raumarchitektur, Materialien und das «emotionale wie auch physische Herz» der Duke's Hall in Konzeption und Design reflektiert und unterstreicht. Dieser gesamtarchitektonische Ansatz ist eine der anerkannten Spezialitäten des Hauses Kuhn.
«A là française» modern interpretiert
Das Design der Orgel steht in der französischen Tradition, modern interpretiert. Die Fassade besteht aus einer Vielzahl von mit Zwischenfeldern verbundenen schlanken Türmen, das Gehäuse aus Ahorn, einem hellen Holz, das Leichtigkeit und Eleganz ausstrahlt. Bei den Schleiergittern arbeiten wir mit einer Kombination von feinen Metallgittern und Stäben.
Die Basis für das Klangkonzept bildet die Doppelfunktion des II. Manuals:
Einerseits ist es ähnlich einem französischen Bombardewerk mit starken Zungen und Cornet, und es verfügt auch über die Register für ein Positiv. Für die kontrapunktische Musik des 17. und 18. Jh. sind zwei entweder alternierende oder aber sich ergänzende Pleni und die nötigen Soloregister auf dem I. und II. Manual verfügbar. Für zusätzliche Abwechslung bei der Trio- und Cantus-Firmus-Musik kann auch das III. Manual eingesetzt werden.
Andererseits ist das II. Manual eine Ergänzung des Hauptwerks und seiner Auswahl an Grundstimmen. Mit seinem Schwellkasten und der Kopplung III-II kann es aber auch als Partner oder als Gegenstück des Schwellwerks verstanden werden.
Diese Orgel wird mit fein differenzierten Klangfarben über eine dynamische Bandbreite vom Pianissimo bis zum Fortissimo verfügen und deshalb ganz besonders für die Interpretation der Musik des 19. und 20. Jahrhunderts geeignet sein.
Geplante Fertigstellung: Herbst 2013 |
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