Frohe Festtage und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2011
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Der erste Zustand wurde erreicht. Nach der Wandlung der Urmaterie – dem Blei und Zinn – in die formbare Grundsubstanz der Platte, wird sie nun zugeschnitten, in die Form gebracht, mit Schutzfarbe bedeckt und – similia similibus – mit Zinn, welches durch direkten Kontakt zerstörerisch wirken würde, fixiert.
Die natürliche Schwärze wird weiter zurückgedrängt, die Helligkeit der Bearbeitung umgibt sie wie eine Korona.
Auf dem Fusse folgt die zweite Schwärze, der Prozess der tradierten menschlich-technischen Schöpfung ist im Gange und drängt nach Gestalt.
Die drei Zustandsabbildungen beschreiben die Energie, die Arbeit, welche zur Ereichung eines dermassen komplexen Zieles vonnöten sind. Die Kreisform erlaubt keinen Fehler, ein Makel zerstört später die Harmonie.
Noch ist ein wenig von der Ursubstanz spürbar, sichtbar. Aber ihre Kraft und Schwere haben sich gewandelt. Es beginnt der Prozess der Präzisierung, der feinen Berabeitung und die Handschrift der Erfahrung ist nun wichtiger denn je.
Gary Stern
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Unser Umgang mit Zinn und Blei beim Herstellen von Orgelpfeifen hat Gary Stern (www.garystern.ch) von Anfang an fasziniert. Diesen Prozess der Pfeifenherstellung, der Umwandlung von Zinn- und Bleibarren in flüssiges Metall, welches gegossen als festes Zinnblech wieder Gestalt annimmt, die Bearbeitung, das Zuschneiden, Formen und Löten, diese Verwandlung vollzieht er nach mit seinen Radierungen.
In dieser 2. Serie lässt sich der Künstler von weiteren Schritten der Pfeifenherstellung inspirieren und setzt diese in seinem Werk um.
Grundlage und Werkstück für seine Arbeit sind die rohen Zinnplatten, zugeschnitten im Mass 16.6 x 18.6 cm. Deren Gewebestruktur, die durch das Giessen auf Tuch entstanden ist, bildet den Raster für die Arbeit von Gary Stern.
Orgelbau Kuhn
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Kurzbiografie:
Gary Stern, 1958 in Zürich geboren und aufgewachsen, hat von 1980 - 1983 seine Ausbildung zum Bühnenbildner und Theatermaler im Studio and Forum of Stage Design, Lester Polakow, New York, gemacht. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz hat er u.a. für die freie Zürcher Theater- und Tanzszene Arbeiten ausgeführt. Er ist als freischaffender Künstler, als Dekorationsmaler und als Lehrer für Theatermalerei an der Berufsschule für Gestaltung Zürich tätig.
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