Faszination Orgelbau

 

 

Orgelbau Kuhn AG, 2006

Neue Orgel

Windladen
Schleifladen
Traktur
mechanisch
Registratur
mechanisch
Einweihung
23.04.2006
Gehäuseentwurf
Christoph Jedele
Intonation
Rudolf Aebischer


www.orgelbau.ch/op=114100

Weyhe

II/P/19

Deutschland, Niedersachsen
Evang.-luth. Felicianus-Kirche

© Bilder Foto--Studie Hedda Siemer, DE-Kirchweyhe

Orgelbau Kuhn AG, 2006

Neue Orgel

Windladen
Schleifladen
Traktur
mechanisch
Registratur
mechanisch
Einweihung
23.04.2006
Gehäuseentwurf
Christoph Jedele
Intonation
Rudolf Aebischer

Eine Vision wird wahr

Wir schreiben das Jahr 2000, die erste Begegnung zwischen einer Organistin und Kuhn findet statt. Diese macht sich zusammen mit ihrer Orgelkommission auf die Reise, um sich für ein neues Instrument in der Felicianus-Kirche in Weyhe inspirieren zu lassen. Sie sehen sich Werke im In- und Ausland an, gewinnen Einsichten und Überzeugungen und entwickeln eine Vision für ihre neue Orgel. Nun beginnt das eigentliche Abenteuer: Gemeinsam mit Orgelbau Kuhn machen sie sich auf den langen Weg durch die Institutionen mit dem Ziel, ihr Ideal zu verwirklichen und eine optimale Lösung für die Umsetzung zu finden. Ein Projekt, das die gesetzten künstlerisch-musikalischen Ansprüche mit den ökonomischen Rahmenbedingungen vereinen will. Und eine Investition in die Zukunft, denn ein Orgelneubau wird viele Generationen erfreuen.

Die Besonderheit dieses Instruments, nämlich die verschiedenen Klangfarben der reichhaltigen Disposition maximal nutzen zu können, liegt in der technischen Anlage der Klangarchitektur begründet: Hauptwerk und Pedal teilen sich weitgehend die Grundregister. Die klangliche Gestaltung gibt der Musik des 19. Jahrhunderts Raum. Im Unterschied zu den meist barock ausgerichteten Instrumenten dieser Grösse verfügt die neue Orgel über eine Vielfalt an Streicherstimmen und setzt damit klare Akzente: im Hauptwerk ein Salicional, im Schwellwerk eine Gambe und eine Schwebung in 8 ' - Lage und die Fugara in 4 ' - Lage. Ungewöhnlich, aber klanglich umso schöner, steht im Prospekt neben dem Principal 8 ' ein Contrabass 16 ' (ab F#). Die Orgel überzeugt mit ihrer vornehmen Gravität im Plenum und ihren warm klingenden Soloregistern.

Das Farb- und Formenspiel des Prospekts haben wir so konzipiert, dass sich das Instrument harmonisch in den Raum einfügt: Der warme rote Ton des Eichenholzgehäuses widerspiegelt die Backsteinrippen des Gebäudes und die gerundeten Prospekttürme nehmen die Gestalt der Bündelpfeiler auf.