Faszination Orgelbau

 

 

Orgelbau Kuhn AG, 2004

Neue Orgel

Windladen
Schleifladen
Traktur
mechanisch + elektrisch
Registratur
elektrisch
Einweihung
01.07.2004
Gehäuseentwurf
Claude Lardon
Intonation
Raymond Petzold


www.orgelbau.ch/op=114020

Kawasaki

IV/P/71

Japan, Kanagawa
MUZA Kawasaki Symphony Hall

© Bilder Orgelbau Kuhn AG, Männedorf

Orgelbau Kuhn AG, 2004

Neue Orgel

Windladen
Schleifladen
Traktur
mechanisch + elektrisch
Registratur
elektrisch
Einweihung
01.07.2004
Gehäuseentwurf
Claude Lardon
Intonation
Raymond Petzold

Asymmetrische Avantgarde

Mit dem Konzertsaal in Kawasaki wurde eine wirklich neue Idee realisiert. Spiralförmig erheben sich die Ränge, die Bühne befindet sich im Zentrum und darüber thront die Orgel. Es ist mehr als ein Vertrauensbeweis, mit einem derart imposanten Werk beauftragt zu werden. Nur das beste Material und die hervorragendste Arbeit sind gut genug, um auf einem fremden Kontinent Zeugnis unserer abendländischen Kultur und unseres Schaffens abzulegen.

Die Erscheinung dieser Konzertsaalorgel lehnt sich an das avantgardistische Gestaltungsprinzip des Raumes an. Die asymmetrische Struktur zeigt sich vor allem in den Pfeifenabläufen der einzelnen Felder. Diese wiederum zitieren die Treppung der Ränge im Auditorium. Auch sind die einzelnen Pfeifengruppen markant in die Tiefe gestaffelt, so dass der Prospekt das Prinzip der Raumarchitektur reflektiert.

Nicht weniger als die gesamte europäische Kirchenmusik soll auf dieser Orgel gespielt werden können! Daher finden sich hier jene klanglichen Elemente, die der barocken und romantischen Epoche gemeinsam sind. Ebenso vereinigt das Instrument Stilmerkmale der französischen und deutschen Orgelkultur - in der Tradition des Schweizer Orgelbaus eine natürlich gewachsene Symbiose.

Trotz ihrer vier Manuale und 71 Register hat dieses Werk eine mechanische Traktur. Um den spezifischen Anforderungen des Konzertsaals gerecht zu werden, ist es zusätzlich mit einem Fernspieltisch mit elektrischer Übertragung ausgestattet.